Wie Flüchtlinge in Syrien, Irak, Afghanistan bleiben – Nationbuilding richtig gemacht

Machen es die Russen gerade vor, wie mit – vorerst – begrenzten militärischen Einsatz ein Bürgerkriegsland stabilisiert werden kann? Unabhängig davon, dass dadurch gleichzeitig der Massenmörder Assad länger an der Macht gehalten wird, scheint Putin nicht besonders umfangreiche militärische russische Kontingente nach Einschätzung deutscher und amerikanischer Militärforscher effektiv zum Einsatz zu bringen.

Es handele sich laut FAZ um „Flugzeuge, die geeignet sind, Bodentruppen im Gefecht zu unterstützen. Sie sind also als Luftunterstützung für die Truppen des syrischen Regimes und seiner Alliierten (Hizbullah, iranische Revolutionsgarden, schiitische Milizen aus dem Irak) gedacht. Ergänzt wird das von einem verstärkten Bataillon russischer Marineinfanteristen (geschätzt 600 Mann), ausgerüstet mit Schützenpanzerwagen, Kampfpanzern und Artillerie.“

Viel mehr hätten westliche Armeen früher möglicherweise nicht benötigt, um Afghanistan oder den Irakt stabil zu halten; vorausgesetzt, man hätte nicht einzelne religiöse oder ethnische Gruppen durch Benachteiligung und Diskriminierung gegen die neue Regierung aufgebracht und außen vor gelassen. Auch im Kalten Krieg gelang es, durch glaubwürdige massive militärische Drohungen einen heißen Krieg zu verhindern.

Selbst wenn sich die fundamentalistischsten Islamisten davon nicht beeindrucken lassen, so wird es ihnen durch eine ernsthafte Abschreckung und parallel laufende Entwicklungsarbeit schwer bis unmöglich gemacht zahlreiche Kämpfer zu mobilisieren und die Unterstützung der Bevölkrerung zu gewinnen.

Geheimdienstarbeit und absolute digitale Überwachung ist in diesem Ausnahmefall wohl doch die bessere Alternative als Bürgerkrieg und überzogene Bombardierung von Hochzeitsgesellschaften. Das hatte Thomas Hobbes bereits vor fast 400 Jahren ähnlich beschrieben. Sollte es also nicht gelingen mit einer politischen Lösung bei Gesprächen aller Beteiligten an einem Tisch die Krisenstaaten Schritt für Schritt während der nächsten Jahrzehnte Richtung westlicher Zivisationsstandards unter Bewahrung ihrer kultureller Eigenheiten zu führen, ist es angesichts der vielen Bürgerkriegsopfer angemessen, notwendige aber nicht überzogene militärische Maßnahmen zu ergreifen.

Joschka Fischer und seine pazifistischen Grünen haben nach Srebrenica zum Glück den Mut gehabt, diese Entscheidung zu treffen. Erst damit haben die Familien und Kinder, die seit Jahren ihrer Zukunft beraubt werden, wieder bessere Perspektiven und müssen nicht ihr Heil als Flüchtlinge in Deutschland suchen.

Nachtrag: Der gerade verstorbene französische Sozialphilosoph André Glucksmann befürwortete nach dem Attentat der Islamisten in New York frühzeitig die UN-Missionen in Afghanistan und Irak und machte sich immer wieder für humanitäre Interventionen zur Verhinderung von Völkermorden stark.

Der Einsatz von Bodentruppen in Syrien ist unverzichtbar“ (Die Welt)
Russland nutzt Syrien als Testgebiet für neue Waffen“ (Die Welt)
Absturz des russischen Flugzeugs im Sinai“ (Die Welt)

Flüchtlinge verändern Deutschland kaum

An allen Ecken und Enden hören die Medienkonsumenten, wie sehr die vielen Flüchtlinge verändern würden. Aber stimmt das? Was soll sich verändern? Letztlich geht das Leben in der Familie, im Verein, in der Freizeit allgemein und am Arbeitsplatz für die meisten Deutschen so weiter wie bisher. Wenn man sich eine mittlere Stadt von etwa 30.000 bis 50.000 Einwohnern in Deutschland vorstellt, werden dort die Bewohner allenfalls zwischendurch den einen oder anderen südländisch oder afrikanisch aussehenden Menschen mehr unter den vielen Einheimischen und zum Teil Bekannten auf dem Markt und sonstigen öffentlichen Plätzen sehen. Die Ämter werden wie im letzten Jahrhundert weiter ihre Dienstleistungen anbieten. Banken, Post, Apotheken, Supermärkte und Vereine verändern sich ebensowenig radikal.

Wer in einem Verein beispielsweise Fußball oder Schach spielt, trifft möglicherweise auf den einen oder anderen Flüchtling mit dem gleichen Hobby. Doch dieser wird nach den gleichen Regeln Schach oder Fußball spielen wie wir Deutschen. Schachmatt bleibt schließlich Schachmatt, die Rochade bleibt Rochade, der Flankenball wird auch mit Flüchtlingen hoch geschlagen, der Elfmeterpunkt verändert sich nicht und die Grätsche von hinten wird wie bisher geandet werden.

Die meiste Zeit verbringen wir mit Arbeitskollegen, in der Familie und im Freundeskreis. Diese Lebenswelten würden sich auch nicht deutlich wandeln, wenn zu den 80 Millionen Deutschen weitere 10 Millionen Flüchtlinge kämen. Wir hätten es zum größten Teil mit den gleichen Kollegen, Kunden und Geschäftspartnern zu tun wie bisher. Die Familie bleibt gleich, wenn nicht ein Partner fremdgeht und die Scheidung provoziert. Der Freundeskreis verändert sich ebensowenig jedes Jahr und wird vor allem von uns selbst ausgesucht. Die Flüchtlinge, die wir im Straßenbild wahrnehmen, werden uns weder anspringen noch ausrauben – auch wenn populistische Politiker das zu suggerieren scheinen; insbesondere vor nahenden Wahlen. Nicht einmal das Kindergeld oder die Rente werden gesenkt werden. Unsere mehr als zwei Billionen an Staatsschulden haben wir uns unabhängig von Flüchtlingsströmen eingehandelt, meist als Ergebnis von zahlreichen Wahlversprechen unserer deutschen Politiker.

In den Frühstückspausen von deutschen Handwerkern wird – wenn wir auf das Thema deutsche (Leit-)Kultur kommen, weniger über die letzte Lektüre von Goethe und Schiller diskutiert, sondern mutmaßlich häufiger eine bebilderte Zeitung mit Pin-Up Girls herumgezeigt. Ob die Mädels aus dem Ausland kommen oder Deutsche sind, interessiert dann kaum. Die Bildungsminister der Bundesländer strichen in den letzten Jahren massive Geschichtsstunden und obligatorische Lektüre-Vorgaben für den Deutschunterricht.

„Diese bedenkliche Entwicklung setze sich in der Sekundarstufe I fort, wo es in den Klassen 7 und 9 nur jeweils eine Wochenstunde Geschichte gebe. „Das reicht nicht für eine Vermittlung früherer Epochen wie dem Absolutismus und dem 18. Jahrhundert, aber auch nicht für die deutsche Geschichte seit der Weimarer Republik“, sagt Kolende vom Verband der Geschichtslehrer. … Der Verband fordert den Erhalt des Geschichtsunterrichts in der Grundschule und mindestens zwei Wochenstunden in allen Klassen der Sekundarstufe I.“ – berichtet der RBB

Die Leitkultur Deutschlands ist damit weniger von den (Neu-)Bürgern mit Migrationshintergrund gefährdet, sondern viel mehr vom Erodieren unseres Bildungssystems und vom Konsum- und Freizeitverhalten der „echten“ Deutschen, die weniger den Weg zu Programmkinos suchen. Vom regelmäßigen Gottesdiensbesuch am Sonntag wird schon lange nicht mehr in der Öffentlichkeit gesprochen. Vielmehr sehen sie sich wie die Menschen weltweit fast die gleichen Hollywood-Filme an, hören großenteils die gleichen internationalen Hits und fahren mitunter asiatische Autos.

Wenn sich die deutsche Bürokratie durch die Flüchtlingskrise endlich auf schnelleres Handeln und mehr Flexibilität sowie innovative digitale Verwaltung umstellt, können die Deutschen sogar froh sein über diese von den Flüchtlingszahlen erzwungene Modernisierung der Verwaltung. Wie viele von den Pegida-Demonstranten und AfD-Mitglieder werden sich in 10 oder 20 Jahren von einem der Flüchtlinge am Ende sogar im Pflegeheim waschen und windeln lassen, weil es jetzt schon einen Mangel an einheimischen Pflegekräften gibt?

Grenzzäune um Europa nach Flüchtlingskrise?

678312_web_R_K_by_Peter Hill_pixelio.deDass der Flüchtlingsstrom nach Deutschland in seinem Umfang verringert werden muss, um die Handlungsfähigkeit der Kommunen und nicht zuletzt eine menschenwürdige Unterbringung sicherzustellen, leuchtet inzwischen fast allen ein. Doch wie wird das am Ende erreicht werden? Einige Milliarden werden an den „lupenreinen Demokraten“ Erdogan in die Türkei fließen, um so das Problem des Zuzugs elegant an einen Nicht-EU-Staat abzugeben, der dann frei von sonstigen EU-Vorschriften auch einmal etwas härter gegen die Flüchtlinge vorgehen könnte, die nach Deutschland weiterziehen möchten.

Der Tagesspiegel beschreibt die skrupellose Vorgehensweise der EU-Verhandler:
„Das Problem sei nicht mit ein paar EU-Milliarden zu lösen. Bisher betrachtet die Türkei die – laut Erdogan inzwischen rund 2,5 Millionen – Syrer im Land als geduldete „Gäste“ ohne Rechte etwa auf dem Arbeitsmarkt und ohne Bewegungsfreiheit im Land. Nur 15 Prozent der rund 600.000 syrischen Kinder im Land besuchen laut Erdogan eine Schule. Obwohl bereits 150.000 syrische Kinder in der Türkei auf die Welt gekommen seien, gebe es keine Integrationsprogramme, kritisierte er.“

Neue Grenzzäune in der EU?
Wird es am Ende darauf hinauslaufen, dass die EU-Außengrenzen mit einem Grenzregime wie einst die DDR abgesichert werden? Stacheldrahtzäune, Laufstreifen für Schäferhunde, patrouillierende Grenzsoldaten und Selbstschussanlagen würden ein gruseliges Bild abgeben. Nur der 175 Kilometer lange Zaun an der ungarisch-serbischen Grenze kostete etwa 20 Millionen Euro. Sollen Tausende Kilometer mit Nachtsichtkameras und Grenzschützern alle 200 Meter Tag und Nacht bewacht werden? Würde das die Schleuser der organisierten Kriminalität von ihrem lukrativen Geschäft abhalten, mit dem sie inzwischen mehr Gewinne als durch Drogenhandel machen soll? Wie viele Milliarden kosten diese kilometerlangen Grenzanlagen im Bau? Wie hoch sind die jährlichen Personalkosten und der Unterhaltungsaufwand?

Den Nahen Osten und Afrika ökonomisch aufbauen und digitalisieren
Im Zeitalter von mobilen Internetzugängen und sozialen Medien ist es deutlich leichter geworden, als Schlepper (Zeit.de) Flüchtlinge illegal in die EU zu schleusen. Viele hätten wohl kaum Skrupel, Löcher in die Grenzanlagen zu sprengen, wenn nicht auf Schritt und Tritt Grenzsoldaten mit schwerem Gerät den gesamten Grenzverlauf überwachten. Soll jeder Fischkutter auf dem Mittelmeer überwacht werden? Solange sich keine Mehrheiten im Bundestag bilden lassen, um das Asylrecht massiv einzuschränken, würden Flüchtlinge in einer mobilen und digitalisierten Welt letztlich den Weg in die begehrten EU-Länder finden. Zu ihrer Not dann eben über die grünen Grenzgebiete durch die Ukraine und Weißrussland nach Polen. Zudem schreibt die Genfer Flüchtlingskonvention auch Deutschland vor, Kriegsflüchtlinge aufzunehmen. Es ist zumindest für einsichtige Zeitgenossen klar sein, dass wir nicht auf Dauer als Exportnation nur von der Globalisierung profitieren können, das für uns Negative jedoch mit Stacheldraht abschirmen können.

Andere Grenzbefestigungen als bis 1989 nötig
Wir leben nicht mehr im Jahr 1989 wie scheinbar Rupert Scholz im Geiste (Tagesspielgel.de). Denn die Welt rückt immer näher zusammen. Im übrigen hatten die NATO-Staaten sich bis 1989 nicht an der Grenze nach Osten vor einem Flüchtlingsansturm schützen müssen. Das verhinderte das Grenzregime verarmter sozialistischer Staaten, die unter hohen Kosten mit Repressalien ihre Bürger teilweise dazu zwangen, Dienst als Grenzsoldaten zu tun, um die eigene Bevölkerung an der Flucht in den Westen zu hindern. Die technischen und ökonomischen Möglichkeiten und der Wohlstand lassen ein Wegschauen in Afrika oder wo auch immer nicht mehr zu. Dabei können wir nur davon profitieren, wenn Afrika mehr Rechtsstaaten hervorbringt und wie in Asien ein sicheres Wachstum und große Absatzmärkte für die deutsche Wirtschaft bieten würde. Doch vor dem Gewinn stehen Investionen, zum Beispiel in digitale Bildung in afrikanischen Dörfern. In Afrika und im Nahen Osten könnten sie viel Gutes bewirken. China, Google und Facebook haben das schon lange erkannt, sind jedoch nicht für alles die richtigen Akteure um in ferner Zukunft sozialstaatliche und rechtsstaatliche Strukturen in Afrika und dem Nahen Osten aufzubauen.

Militäreinsätze unausweichlich?
Billiger als massive Grenzanlagen, wäre es, die Flüchtlingsursachen an der Quelle zu bekämpfen und Machthaber wie Assad zu stürzen. Selbst wenn dafür „robuste Mandate“ für die Bundeswehr und die verbündeten Staaten erteilt werden müssten. Den demokratischen und wirtschaftlichen Aufbau der Länder müssen sich dabei nicht automatisch die Nato- oder UN-Länder vornehmen, die schon den Militäreinsatz zu finanzieren haben. Es genügt, die Hauptstädte der Krisenländer und die Großstädte vor Taliban und anderen zu schützen und Sicherheitskräfte so gut auszubilden, das kein zweites Kundus entstehen kann, als die Taliban sich eine Bezirkshauptstadt zurückeroberten. Am Ende sind möglicherweise selbst Außlandseinsätze und das Ausrüsten einheimischer Kämpfer billiger für Deutschland, als Millionen Flüchtlinge im eigenen Land, die zum großen Teil jahrelang von Hartz-IV leben werden. Selbst Frauen wie zum Beispiel Jesidinnen sind willens in Notsituationen zur Waffe zu greifen und sich und die eigene Stadt Sindschar selbst gegen Islamisten zu verteidigen.

 Foto: Peter Hill, Pixelio

Nationbuilding – Ist Demokratie konstruierbar?

Soll man in Ländern versuchen, Demokratie zu konstruieren, in denen fast ausschließlich Clans, ethnische oder religiöse Gruppenzugehörigkeit Wahlen entscheiden? Nicht jedoch Sachfragen und politische Überzeugungen wie liberale Wirtschaftspolitik oder mehr (sozial-)staatliche Regulierungen.

Wäre es nicht besser, sich nur ein z.B. afrikanisches Land auszusuchen, dessen Regierungschef für EU-Milliarden bereit ist, demokratische Beteiligung auszubauen und vor allem „Demokratieflüchtlinge“ aus afrikanischen Nachbarländern aufzunehmen? Mit einem langen Atem kann die westliche Welt dann auf die Strahlkraft dieses einen demokratischen Staaten auf die Nachbarstaaten setzen. Vor allem erspart man sich viele Tote und Zerstörung, die in „Demokratisierungskriegen“ zu verzeichnen sind.

Andererseits sind die USA nach Ansicht einiger Experten in Washington vor allem daran gescheitert, dass beim Kriegseinsatz im Irak und in Afghanistan fast ausschließlich Militärs aber kaum Geisteswissenschaftler, Historiker und vor allem Orientalisten bei der Entscheidungsfindung beteiligt wurden. Wer die kulturellen und historischen Strukturen eines Landes von Anfang an ignoriert, nimtt sich möglicherweise jegliche Erfolgschance beim Versuch Demokratie einzuführen und etwas Ähnliches wie eine Zivilgesellschaft zu etablieren.

Geld bei Flüchtlingsversorgung sparen?
Vor allem könnten Flüchtlinge in so einem afrikanischen Land oder zumindest außerhalb der EU-Grenzen billiger versorgt werden als in deutschen oder schwedischen Großstädten. Das hatte sich wohl auch Bundeskanzlerin Angela Merkel gedacht, als sie den Termin mit dem türkischen Präsidenten Erdogan am letzten Wochenende vereinbarte, obwohl dieser sie zwei Wochen vor den Wahlen gut im Wahlkampf instrumentalisieren kann.

„Die Legitimität nichtdemokratischer Mächte leitet sich in einer aus den Fugen geratenden Welt zunehmend aus der Stabilität selbst ab,“ behauptet Heinz Theisen auf cicero.de.

Mit diesem Satz weist der Autor wohl zurecht darauf hin, dass es der Bevölkerung lieber sein dürfte, halbwegs in Sicherheit zu leben, als jahrelang kriegerische Verhältnisse ertragen zu müssen, weil auswärtige Mächte mit militärischer Gewalt westliche Demokratie einführen wollen. Natürlich bleibt das ein Balanceakt. Wie viel Clanstrukturen soll man in Afghanistan ertragen, wenn die Clans die Drogen für europäische Jugendliche produzieren? Wie viele Generationen von afghanischen Mädchen haben dann keinen Zugang zur Schulbildung? Möglicherweise hilft dabei zum Teil die Digitalisierung. Wenn die Mädchen schon kein Schulgebäude aufsuchen können, wäre es doch möglich, sie mittels Laptop und Internet über ein Fernschulsystem auszubilden.

Verzicht auf Demokratie und Freiheit
Allerdings geht der Autor nicht näher darauf ein, welcher Teil der Bevölkerung nichtdemokratischer Länder auf Demokratie und Freiheit verzichten möchte. Breite Bevölkerungsschichten oder nicht doch vor allem die machthabende Clique und ihr Anhang, den man mit lukrativen Posten im Staatsapparat und staatlichen Firmen versorgen kann. Der Rest der Bevölkerung kuscht – oder risikiert früher oder später doch einen Aufstand wie 2010 in den nordafrikanischen Ländern. Ist in so einem Fall Theisen dann darüber glücklich, dass das entstandene Chaos oder gar bürgerkriegsähnliche Zustände nicht von westlichen Staaten, sondern „nur“ von der einheimischen Bevölkerung verursacht wurde, weil diese sich doch nicht für alle Zeit diktatorischen Regimes unterwerfen wollte? Flüchtlinge werden sich von den Schleppern der organisierten Kriminalität so oder so Richtung Deutschland in Bewegung setzen, wenn keine stabilen (und demokratischen?) Verhältnisse herrschen.

Wie integieren wir Flüchtlinge?

An der Frage „Wie integrieren wir Flüchtlinge in Deutschland“ scheiden sich noch die Geister. Multikulti ist tot, sagt die Kanzlerin Angela Merkel. Selbst die meisten Grünen dürften inzwischen wohl eingesehen haben, dass absolute Toleranz eher absolute Gleichgültigkeit oder sogar Ignoranz für das Integrationschicksal von Ausländern in Deutschland bedeutet.

Erwerb der deutschen Sprache
Fast selbstverständlich ist die Ansicht, dass der Erwerb der deutschen Sprache die Grundvoraussetzung für Integration in die Gesellschaft, konkreter in die Nachbarschaft und vor allem auch in den Arbeitsmarkt ist. Gelingt und dies in Deutschland erfolgreich umzusetzen, werden die Flüchtlinge angesichts der massiven Alterung Deutschlands, die erst noch auf uns zukommt, zur großen Chance. Nur so können wir unser umlagenfinanziertes Sozialversicherungssystem halbwegs aufrecht erhalten.

Sinnvolle Methoden zum Erlernen von Deutsch sind im digitalen Zeitalter Apps und Onlineseminare – aber nur, wenn die Beteiligten damit umgehen können. Am Ende müssen Immigranten einfach in ihrer Alltagswelt Sprachpraxis sammeln.

Berufsqualifizierung
Die Akzptanz von Ausländern, deren Kinder zu großen Teilen zukünftig Deutsche sein werden, steht und fällt mit mit einer möglichst hohen Quote an Erwerbstätigen unter ihnen. Dann sind sie nicht nur unter kulturellen Aspekten, sondern auch unter ökonomischen Aspekten als Steuerzahler eine große Bereicherung für unsere Gesellschaft. Wie auch grundsätzlich erfordert die Digitalisierung besonders im Feld der Berufsausbildung deutlich mehr Flexibilität als die Monopolisten IHK und Handwerkskammer bisher aufbringen können oder wollen – ein gravierendes Versäumnis in der bisherigen Bildungspolitik. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg, werden sich hoffentlich die meisten Leser denken. Doch manchmal ist zusätzlich Druck oder gar Zwang nötig, um wichtige Verändernge anzustoßen. Insofern wären Anbieter von digitalen Lernplattformen und Lernmethoden deutlich stärker vom Staat zu fördern. Das noch bestehende Monopol der Schiefertafel in den Schulen verheißt nichts Gutes, bedenkt man, dass inzwischen bereits gut 20 Jahre seit der schnellen Verbreitung des Internets in Deutschland vergangen sind.

Zu viel hängt davon ab, dass nicht nur Ausländer sondern auch deutsche Erwerbstätige die digitalen Lernmöglichen viel stärker nutzen als dies bis jetzt der Fall ist.

Gesellschaftliche Integration
Neben der beruflichen Integration müssen Immigranten dringend sozial gut integriert werden, weil wir sie sonst für andere Länder der EU fit für den Arbeitsmarkt machen. Dabei kann eine Ehrenamtsstiftung nutzen, die nicht nur, aber auch Vereine fördert, die sich aktiv um die Einbindung von Flüchtlingen in ihr Wohnumfeld kümmern; egal, ob das Sport- oder Kulturvereine sind. Entscheidend wird sein, dass sich die Flüchtlinge ebenso in ihrer deutschen Wohnumgebung einleben und wohlfühlen. Vor dem Wohlfühlen kommt allerdings die Anstrengung des Deutschlernens und der beruflichen Qualifizierung. Natürlich soll das nicht bedeuten, dass Flüchtlinge nicht von Anfang an Freizeitaktivitäten entfalten dürften. Gerade am Anfang haben sie bisher aufgrund der leider abschottenden Tendenz am Arbeitsmarkt in Deutschland zu viel freie Zeit und zu wenig Chancen, berufstätig zu werden. Es gibt genügend offene Stellen, die offenbar nicht zu besetzen sind, wie mir Mitarbeiter von Supermärkten oder Handwerksbetrieben regelmäßig berichten.

Flüchtlingen richtig helfen – Chancen für Deutschland durch Flüchtlingschaos

So schwierig, teils unhaltbar, die Zustände in den Flüchtlingseinrichtungen auch sind, so sehr die Verwaltungen mit der Aufnahme und Verteilung der Flüchtlinge auch überfordert sind. Grundsätzlich bieten die Flüchtlingsströme nach Deutschland große Chancen. Sie zwingen uns unter Umständen zur Entbürokratisierung und Flexibilisierung, wo viele Reformer schon das Handtuch geworfen haben.

Bauvorschriften verteuern Wohnraum
Überzogene Brandschutzvorschriften werden vielleicht endlich wieder auf ein notwendiges Mindestmaß zurecht gestutzt; wie bei Bundeswehrkasernen, die seit Jahren von Bundeswehrsoldaten bewohnt werden, aber zuerst umgebaut werden müssten sobald Flüchtlinge kommen: Denn dann gilt laut Vorschriften ein anderes Mindestmaß an Brandschutz.

Das bedeutet nicht, das Wohnungen gebaut werden müssen, die jahrzehntelang schlecht isoliert Wärme vergeuden. Sowohl Container als auch Häuser z.B. in Holzständerbauweise, lassen sich umnutzen und woanders wieder aufstellen. Hier sind schlicht und ergreifend unsere Ingenieure gefragt, recyclebare Wohnungen zu konstruieren.

Vor allem müssen nicht nur für die Flüchtlingskinder, sondern auch für junge und ältere Erwachsene endlich neue, moderne Bildungsmethoden in Deutschland genutzt werden, beispielsweise Sprachenlernen mit Apps, Lernplattformen im Internet für Mathematik und Physik. Denn es fehlen schlicht und ergreifend qualifizierte (Deutsch)Lehrer.

Digitales Lernen, Arbeiten und Leben
Digitales Lernen und Weiterbilden wird bisher angesichts sich rasant verändernder Lebens- und Berufswelten viel zu wenig in Deutschland genutzt. Industrie- und Handwerkskammern verteidigen seit Jahren in einigen Bereichen ihr Ausbildungsmonopol auf Kosten Arbeitsloser, die schnellstens weiterqualifiziert werden müssten. Erst die Millionenanzahl an Flüchtlingen legt die Finger in diese Wunde. Schon vorher war es jedoch ein massives Problem für Menschen in Deutschland, die zu wenig und zu selten sowie zu schlecht weitergebildet wurden.

Flexible Wohnformen
Der immense Wohnungsmangel erzwingt hoffentlich neue Wohnformen. Selbst in Containern mit Mindeststandards können nicht nur Flüchtlinge sondern wie vor vielen Jahren bereits in München praktiziert Studenten unterkommen. Berlin besteht zu mindestens einem Drittel aus Singelhaushalten. Zum Teil weil der Partner nicht mehr lebt, ausgezogen sind oder die Kinder woanders leben. In vielen Wohnungen stehen mehr Zimmer zur Verfügung als genutzt werden. Beheben kann man dieses kostenträchtige Problem insbesondere durch Wohnungen, die sich wieder teilen lassen oder für WGs eignen. In diesen Wohngemeinschaften leben entweder Studenten, Pendelarbeiter, Flüchtlinge oder ältere Menschen wahlweise zusammen. Vorher müssen sich die davon betroffenen erst einmal klar machen, wie viel finanzielle Ressourcen verschwendet werden, wenn ein oder mehrere Zimmer in teuren Ballungsgebieten ungenutzt leer stehen. Natürlich ist dafür ein gewisser Mentalitätswechsel nötig, der jedoch nicht von heute auf morgen erfolgen kann.

Zukunft der Arbeit

Im FAZ-Interview spricht der der Arbeitswissenschaftler Wilhelm Bauer vom Fraunhofer-Institut über die Zukunft der Arbeit. Er scheint überzeugt davon zu sein, dass die Digitalisierung – angetrieben von vielen neuen Startups – ein evolutionärer Prozess ist. Und er sei notwendig, um das Ausscheiden der vielen Babyboomer aus der Arbeitswelt in einigen Jahren zu kompensieren.

Aber wird der Rationalisierungsprozess für die Arbeitnehmer tatsächlich so evolutionär-glimpflich ablaufen? Zum einen scheiden die Babyboomer (Jahrgänge um 1964) erst ab etwa 2025 aus. Bis dahin werden die Startups nach ihrer Wachstumsphase so wie Amazon und Zalando etablierten Unternehmern wie den Einzelhändlern kräftig zu schaffen machen. Jeder Student lernt im BWL-Grundstudium, dass im Konkurrenzkampf aus Kostengründen auf kein Potenzial der technologischen Entwicklung verzichtet werden kann.

Entwicklung bedeutet in der Digitalisierung zum Beispiel, dass Kunden sich über Internetportale gegenseitig selbst beraten und informieren und somit den klassischen Verkäufer teils überflüssig machen. Ähnliches gilt für Sekretärinnen und das mittlere Management, wenn Büroabläufe, Kommunikation und Einkauf weiter digitalisiert und automatisiert werden.

Selbst Taxifahrer haben schnell erfasst, welche Bedrohung Uber für sie darstellt, wie Hostels in airbnb.de kaum den willkommenen Geschäftspartner gesehen haben dürften. Es gilt also, den weiteren Verlauf der Digitalisierung zu beobachten und wirtschafts- wie gesellschaftspolitisch rechtzeitig darauf zu reagieren. Eine gesellschaftliche Trennung in viele überflüssige Arbeitslose (nur arbeitstechnisch gesehen) und den anderen Teil der Wissensarbeiter, Techniker usw. mit all seinen konfliktbehafteten Folgen sollte niemand wünschen.

Wirtschaftskompetenz der Institutionen und Finanzminister

Vielleicht ist das der Kern des Problems während der fünf Jahre andauernden Griechenlandkrise:

„Die Finanzminister haben alle schon ziemlich viel auf dem Kerbholz: Sie haben Milliarden verzockt, und wollen weiter Milliarden versprechen. Sie realisieren, dass die Wähler ihnen auf die Schliche gekommen sind. Sie können aktuell überhaupt nur schnaufen, weil ihnen die EZB mit den Niedrigzinsen und mit dem Gelddrucken den Rücken freihält. Sie kämpfen, wie alle Euro-Retter, um das eigene politische Überleben.

Mehr kritische und in diesem Fall fundierte Berichterstattung bieten die Deutschen Wirtschafts Nachrichten.

Griechenlandkrise – Das Desaster von Angela Merkel und Tsipras Sieg

Was soll man von Politikern halten, die seit fünf Jahren so planlos und geschichtsvergessen in der Griechenlandkrise agieren? Von den etwa 330 Milliarden Euro der Griechischen Schulden garantiert Deutschland ca. 85 Milliarden, die verloren sind, sobald Griechenland fallengelassen wird und der Grexit stattfindet. Der deutsche Steuerzahler darf sich dann für diesen Verlust bei Angela Merkel und Wolfgang Schäuble bedanken. Diese beiden haben mit dem IWF und Brüsseler Technokraten in erster Linie das desaströse Sparprogramm zu verantworten, das Griechenlands Bruttoinlandsprodukt um etwa 25 Prozent schrumpfen lies. Perverserweise haben die gleichen Politiker in Deutschland das Gegenteil dessen mit dem Konjunkturpaket II gemacht, was sie in Griechenland verbrochen haben.

Kürzungen führen in Verarmung und griechische Zahlungsunfähigkeit
Kein normaldenkender Mensch kann noch nachvollziehen, wie die seit fünf Jahren fehlgeschlagende Kürzungspolitik mit Millionen verarmter griechischer Rentner, und Millionen von Menschen ohne Krankenversicherung in Griechenland sowie der explodierten Arbeitslosigkeit erfolgreich Wachstum erzeugen soll, wenn sie wie jetzt weiter gefordert, nochmals verschärft wird. Für Merkel bahnt sich ein Desaster an. Das Märchen von der erfolgreichen Krisenmanagerin platzt wie eine Seifenblase für alle Wähler sichtbar.

Schulden eines Staates können in die Zukunft verschoben werden
Wird sie deshalb nun plötzlich einen Kursschwenk einleiten und den Grexit mit ihrer Machtpolitik verhindern? Dabei sollte es historisch gebildeten oder volkswirtschaftlich vernünftigen Menschen klar sein, dass Griechenlands Schulden zwar kaum in den nächsten 10-20 Jahren nennenswert abgebaut werden können. Doch folgender Artikel zeigt, was mit klarem Verstand ersichtlich ist: „92 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkrieges zahlt Deutschland die letzte Rate seiner Kriegsschulden. Zum Tag der Deutschen Einheit werden 200 Millionen Euro überwiesen,“ schrieb die Zeit 2010.

Investition in Bildung, Infrastruktur und Wirtschaft Griechenlands nötig
Ob Griechenland die etw 330 Milliarden Euro also zurückzahlt, wird sich somit erst in 30 bis 60 Jahren erkennen lassen. Zuerst ist ein sicher mindestens über zehn Jahre laufendes Investitions-, Aufbau- und Staatsmodernisierungsprogramm notwendig. Bis dahin braucht man keinen Cent der Schulden streichen, aber eben auch kaumTilgung und keine Zinszahlung erwarten. Mit nüchternem Blick entscheidet sich die Zukunft Griechenlands darin, ob die in den letzten und den nächsten 10 Jahren geborenen Kinder, mehrheitlich Sozialempfänger und ungelernte Arbeiter werden oder tüchtige, innovative Ingenieure, Wissenschaftler und Facharbeiter. So einfach kann Krisenbewältigung und Volkswirtschaft sein. Dann sind weder 350 Milliarden griechische noch die mehr als 2000 Milliarden deutschen Schulden für die jeweiligen Länder ein Problem. Genau mit dieser Strategie wird Tsipras, Varoufakis und Syiza zum Glück über die jahrelange deutsche Erbsenzählerei siegen. Im übrigen hat zuallererst Deutschland mit Frankreich den Stabilitätspakt 2004 verletzt und den Grundstein zu dessen Zerstörung gelegt.

Die Bienenfabel und ein Lob auf die Niedrigzinsphase

Besonders wir Deutschen jammern unaufhörlich über die Niedrigzinsphase. Dabei hat Bernard Mandeville bereits vor mehr als 300 Jahren in brillanter Weise auf die Zusammenhänge zwischen Konsum, zirkulierendem Geld und Wohlstand eines Landes hingewiesen.

Da man auf Luxus jetzt verzichtet, / So ist der Handel bald vernichtet. /
Manch Handwerk mehr und mehr verfällt, / Betriebe werden eingestellt. /
Darnieder liegt Kunst und Gewerb.
(zitiert nach Zeit.de)

Die Wahrheit liegt jedoch eher zwischen lasterhaftem Konsum und der traditionellen deutschen Sparsamkeit. Denn ihr Geld können die Menschen schließlich auf sehr unterschiedliche Weise in Umlauf bringen. Das Bordell ist die eine Möglichkeit, der Volkshochschulkurs über  Kunstgeschichte die  andere. In einer freiheitlichen Gesellschaft bleibt es letztlich den Bürgern überlassen, ob sie am Wochenende in der Fankurve stehen und danach am Stehimbiss einige Bierchen zur Currywurst konsumieren oder abends ins Theater und danach in ein französisches Restaurant gehen. Mandeville zeigte jedoch grundsätzlich die Notwendigkeit auf, dass Menschen Geld nicht einseitig horten dürfen, wenn eine Volkswirtschaft nicht als ganzes verelenden will.

Volkswirtschaft bedeutet in heutiger Zeit jedoch nicht das Wirtschaften in den deutschen Grenzen, sondern angesichts des weit fortgeschrittenen EU-Integrationsprozesses das ökonomische Geflecht in der gesamten EU – einschließlich staatlicher (Sozial-)Transfers auf EU-Ebene. Die Zahlungen an französische Kleinbauern seit Jahrzehnten sind übrigens nichts anderes als versteckte europäische Sozialtransfers. Innerhalb Deutschlands würde niemand mehr ernsthaft bestreiten, dass es einen – wenn auch eventuell verbesserten – Länderfinanzausgleich geben muss.

An dieser Erkenntnis kommt man auch nicht auf EU-Ebene vorbei – so sehr speziell CDU/CSU-Politiker auch rumkrakelen mögen. Natürlich kann niemand den starken deutschen mittelständischen Unternehmen verbieten, zu exportieren. Auf volkswirtschaftlicher Ebene jedoch kommt niemand umhin, zu akzeptieren, dass ein starker deutscher Exportüberschuss gegenüber anderen EU-Ländern über viele Jahre hinweg dann andererseits zwingend zu einer Verschuldung der Länder mit Exportdefiziten führen wird – und Deutschland damit gewollt oder ungewollt zum Kreditgeber werden muss. Eine Gegenmaßnahme kann dann tatsächlich sein, dass die Löhne und der Konsum insbesondere ausländischer Güter bzw. die Reisen ns Ausland zum Beispiel nach Griechenland zunehmen.

„Wer hat, dem wird gegeben: Das war immer der Verdacht all jener, die arbeiten und sich anstrengen und doch erkennen müssen, dass noch so großer Fleiß ihnen keine Yacht und kein Penthouse einbringen wird. Aber jetzt, da dem, der hat, etwas genommen wird, scheint sich trotzdem keiner zu freuen.

Liegt das womöglich daran, dass der Kapitalismus endlich uns alle (oder zumindest sehr viele) zu Kapitalisten gemacht hat, wenn auch im ganz kleinen Format? Als Inhaber von Lebensversicherungen und Riesterrenten sorgen wir uns um die Verzinsung unserer Einlagen.“ (FAZ.net)

Das Problem der Altersvorsorge im Angesicht niedrigster Zinsen auf Lebensversicherungen, Sparbücher, Bundesschatzbriefe und Bausparer können die deutschen Sparer dadurch lösen, dass sie sich endlich mal auf ihre Vernunft besinnen, sich mit den günstigen Chancen-Risiko-Verhältnis von monatlichen Sparen in Aktienfonds oder besser -indizes bzw. ETFs befassen und ihr Sparverhalten den zukünften Umständen anpassen. Kaum bekannt ist, das Südeuropäer schon Jahrzehnte sinnvollerweise in Aktienfonds investieren und im Gegensatz zu ihren Staaten zu Wohlstand gekommen sind. Dann hätten die Eurokrise und die Griechenlandkrise etwas segensreiches für das bisher desaströse Sparformen der Deutschen bewirkt. Doch wenn niemand beim Konsumieren Geld ausgiebt, kann das angelegte Geld keine Rendite erwirtschaften, wie wir seit Mandeville wissen sollten. Danken wir also unseren südeuroäischen Freunden und konsumieren wir etwas mehr wie sie in den letzten Jahren und investieren den anderen Teil direkt in Investements(fonds), nicht nur bei Papa Staat in dessen Bundesschatzbriefe.