Sozialdemokraten und das Geld der Anderen

Kurt Beck scheint wie viele andere Sozialdemokraten (einschließlich einiger CDU-Sozialpolitiker) nicht begriffen zu haben, dass die Herren Abgeordneten mit dem Geld anderer, nämlich der Bürger, hantieren und somit Steuersenkungen bei sprudelnden Steuereinnahmen aufgrund des Wirtschaftsaufschwungs eine ethische Verhaltensweise darstellen sollten. Es wird damit den Menschen ja nichts gegeben, sondern ihnen nur weniger weggenommen.

Insofern ist es eine Dreistigkeit, Michael Glos für seine Forderung nach einer Steuersenkung in der nächsten Legislaturperiode zu kritisieren, die zudem unter dem Vorbehalt eines sanierten Haushaltes steht.

Welchen Sinn macht es eigentlich, wenn Sozialdemokraten des Sozialstaat und die sonstigen Ausgaben nun mit den Zusatzeinnahmen wieder aufblähen wollen. Haben sie vorher doch zusammen mit den Grünen erstmal kräftig gekürzt bei den Ausgaben und dabei das Kunststück fertig gebracht, trotzdem neue Rekordschuldenstände zu produzieren, weil die deutsche Wirtschaft mangels Strukturreformen in eine jahrelange Stagnation verfiel.

Damit bestätigte sich wieder mal das Sprichwort „Wenn die Sozialdemokraten regieren, wird auch der Sand in der Wüste knapp“