Den Hebel im Kopf der Parlamentarier umlegen – Griechenlandkrise

Die Funktionsweise des Euro-Hebels ist einfach (Kurzvideo ZDF-Wiso), nicht jedoch das Gehirn der Parlamentarier. Verzweifelt versucht ein Parlamentarier dem anderen beizubringen, wie der Euro-Hebel beim Versicherungsmodel funktioniert. Im Grunde ist das kein Hebel, sondern eine Teilkaskoversicherung für Investoren, die Griechenland, Italien und Co Kredite geben sollen.

Diese Investoren tun sich eben leichter mit dem Investitionsrisiko, wenn sie vom ESFS die Garantie bekommen, dass der erste Ausfall vom ESFS übernommen wird – bis zu einem Fünftel der Summe zum Beispiel. Damit könnte man dann die fünffache Summe des ESFS-Betrages als Kredit für die Südländer und auch einmal Frankreich mobilisieren.

Kein Ausweg ohne ausgeglichene Haushalte

Langfristig sinnvoll ist das allerdings nur dann, wenn die betreffenden Länder auf den Pfad der Tugenden zurückkehren und bald einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen. Verstanden liebe Parlamentarier? Ach übrigens Herr Bosbach, hätte Ihnen die Problematik der ständig zunehmenden Verschuldung für die nächsten Generationen nicht schon vor 15 Jahren Sorgen machen müssen? Stimmen auch Sie zu. Griechenland pleite gehen zu lassen, oder auch einen harten Schnitt von 50 Prozent bei den Schulden vorzunehmen löst kein Problem.

Warum soll man die Griechen so davonkommen lassen? Auch nach einem Ausscheiden aus dem Euroraum würden sie als einfaches EU-Mitglied die Hand erfolgreich aufhalten. Nun muss man den Griechen eben quartalsweise die Daumenschrauben fester drehen, damit sie die schmerzhaften Reformen durchziehen. Für einen anderen Kurs sollte kein Geld nach Athen fließen.

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