Vom Kanzleramt nicht totzukriegen – Eurobonds

Das für die deutsche Regierung scheinbar so unbeliebte wie unverstandene Thema Eurobonds verschwindet nicht von der Agenda.

George Soros beschreibt in einem Beitrag „Mindestens zwei Fehler“ im Zusammenhang mit der gemeinsamen Euro-Währung und fordert einen starken Eurobond-Markt.

Peter Bofinger weist in einem Interview mit dem Deutschlandfunk noch einmal auf die unbestreitbaren Vorteile hin. Besonders Spekulanten könnten nicht gegen den Euro-Wirtschaftsraum als solchen anspekulieren wie ihnen das mit einzelnen Ländern möglich ist. Für Deutschland negative Berechnungen – von Medien angestoßen – werden Bofinger als Milchmädchenrechnung entlarvt. Diesen Berechnungen nach würden die Eurobonds die Zinssätze für Deutschland erhöhen und so zu einer angeblichen Belastung von etwa 17 Milliarden Euro führen. Dazu sagt Bofinger, dass die Eurobonds mit US-Anleihen zu vergleichen wären. Da die Euroländer jedoch eine deutlich niedriegere Defizitquote und Gesamtverschuldungsquote als die USA aufweisen, lägen die Eurobondszinsen nicht höher als die US-Anleihezinsen und eben auch nicht höher als die derzeitigen Zinsen, die Deutschland als Staat dem Kapitalmarkt für Kreditaufnahmen bieten muss. Jetzt bleibt nur noch abzuwarten bis sich nicht nur die Sinnhaftigkeit, sondern auch Notwendigkeit der Einführung von Eurobonds im Kanzleramt herumspricht.

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